Von privat Versicherten selbst getragene Krankenbehandlungskosten steuerlich nicht absetzbar

Von privat Versicherten selbst getragene Krankenbehandlungskosten steuerlich nicht absetzbar

Urteil vom 19. April 2017 hat das Finanzgericht Berlin-Brandenburg entschieden, dass krankheitsbedingte Aufwendungen, die ein privat krankenversicherter Steuerpflichtiger selbst trägt, um eine Beitragsrückerstattung seines Krankenversicherers zu erhalten, weder als Sonderausgaben noch als außergewöhnliche Belastungen steuerlich berücksichtigt werden können.

Keine Besteuerung der privaten Kfz-Nutzung bei Fahruntüchtigkeit

Keine Besteuerung der privaten Kfz-Nutzung bei Fahruntüchtigkeit

Ist ein Arbeitnehmer durch eine schwere Erkrankung fahruntüchtig, ist für die Zeit, in der er aus diesem Grund seinen Dienstwagen nicht fahren kann, kein geldwerter Vorteil im Rahmen der 1 %-Regelung zu versteuern. Das gilt zumindest dann, wenn das Fahrzeug auch keinem anderen Dritten, z. B. dem Ehepartner des Arbeitnehmers, zur privaten Nutzung zur Verfügung stand. So entschied das Finanzgericht Düsseldorf.

(Quelle: Datev Blitzlicht 05/2017, Datev eG Nürnberg)

Steuerliche Berücksichtigung von Zuzahlungen für Bereitschaftsdienste

Zuschläge für Bereitschaftsdienste sind steuerpflichtig, wenn sie pauschal gezahlt werden. Foto: Sir_Oliver/fotolia.com

Zuschläge zum Grundlohn für Sonntags-, Feiertags- oder Nachtarbeit sind steuerfrei, sofern sie festgelegte Höchstgrenzen nicht überschreiten. Vergütet ein Arbeitgeber Bereitschaftsdienste aber pauschal zusätzlich zum Grundlohn ohne Rücksicht darauf, ob die Tätigkeit tatsächlich an einem dieser Tage erbracht wurde, sind die Zuschläge nicht steuerfrei.

Nutzung eines Arbeitszimmers durch mehrere Steuerpflichtige

Wird ein Arbeitszimmer von mehreren Personen benutzt, können alle die Aufwendungen geltend machen. Foto: gpointstudio/fotolia.com

Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer, also einen Raum, der ausschließlich oder nahezu ausschließlich für betriebliche / berufliche Zwecke genutzt wird, können grundsätzlich nicht steuermindernd geltend gemacht werden. Steht für die betriebliche/berufliche Tätigkeit aber kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung, können Aufwendungen bis 1.250 € abgezogen werden. Die Beschränkung auf 1.250 € gilt nicht, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet.