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Lohnsteuerliche Behandlung von Deutschkursen für Flüchtlinge

Weiterbildungen im betrieblichen Interesse sind kein Arbeitslohn. Das gilt auch für Deutschkurse. Foto: Trueffelpix/fotolia.com
Weiterbildungen im betrieblichen Interesse sind kein Arbeitslohn. Das gilt auch für Deutschkurse. Foto: Trueffelpix/fotolia.com

Das Bundesministerium für Finanzen beschäftigte sich Anfang des Monats in einem BMF-Schreiben mit der Frage, ob Arbeitgeberleistungen für Deutschkurse zur beruflichen Integration von Flüchtlingen zu Arbeitslohn führen.

Danach führen berufliche Fort- oder Weiterbildungsleistungen des Arbeitgebers nicht zu Arbeitslohn, wenn diese Bildungsmaßnahmen im ganz überwiegenden betrieblichen Interesse des Arbeitgebers durchgeführt werden.

Wenn der Arbeitgeber Sprachkenntnisse verlangt, liegt ein betriebliches Interesse vor

Bei Flüchtlingen und anderen Arbeitnehmern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, sind Bildungsmaßnahmen zum Erwerb oder zur Verbesserung der deutschen Sprache dem ganz überwiegenden betrieblichen Interesse des Arbeitgebers zuzuordnen, wenn der Arbeitgeber die Sprachkenntnisse in dem für den Arbeitnehmer vorgesehenen Aufgabengebiet verlangt. Arbeitslohn kann bei solchen Bildungsmaßnahmen nur dann vorliegen, wenn konkrete Anhaltspunkte für den Belohnungscharakter der Maßnahme vorliegen.

Auch kostenlose berufsbezogene Deutschkurse können in Anspruch genommen werden

Darüber hinaus weist das Bundesministerium der Finanzen darauf hin, dass außerhalb der Arbeitgeberförderung Beschäftigte mit Migrationshintergrund kostenlose berufsbezogene Deutschkurse aus der Regelförderung des Bundes in Anspruch nehmen können. Voraussetzung für die Teilnahme sind vorhandene Sprachkenntnisse auf dem Niveau B1(GER) oder ein beendeter Integrationskurs. Weitere Informationen und Ansprechpartner für Arbeitgeber finden sich beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF): Berufsbezogene Sprachförderung gem. §45a AufenthG.

(Quelle: BMF-Schreiben, Bundesfinanzministerium)