Corona-Krise: Werbungskostenabzug für ein Arbeitszimmer?

Corona-Krise: Werbungskostenabzug für ein Arbeitszimmer?
Der Werbungskostenabzug für die Arbeit von Zuhause in Corona-Zeiten ist nur möglich, wenn kein anderer Arbeitsplatz zugänglich ist. Foto: Jelena/stock.adobe.com

Ob Werbungskosten für ein häusliches Arbeitszimmer geltend gemacht werden können, hängt zunächst davon ab, ob ein „Arbeitszimmer“ im steuerrechtlichen Sinn zur Verfügung steht. Es muss sich um einen separaten Raum handeln. Ein Schreibtisch im Schlafzimmer oder Wohnzimmer genügt nicht. Ebenso ist ein Raum, der auch als Gästezimmer dient, kein „Arbeitszimmer“.

Wenn in Zeiten von Corona ein Arbeitnehmer von seinem Arbeitgeber empfohlen bekommen hat, in den nächsten Tagen/Wochen von Zuhause zu arbeiten, das Bürogebäude aber nach wie vor offen ist, könnte er also auch an seinen üblichen Arbeitsort gehen. Wer aber lieber im Homeoffice arbeitet, kann „keinen“ Werbungskostenabzug geltend machen, da ein anderer Arbeitsplatz vorhanden und zugänglich wäre.

Werbungskostenabzug, wenn kein anderer Arbeitsplatz zugänglich ist

Muss jedoch ein Arbeitnehmer auf Anordnung des Arbeitgebers in den nächsten Tagen/Wochen von Zuhause aus arbeiten, weil das Bürogebäude abgesperrt ist und es keiner betreten darf, ist ein Werbungskostenabzug möglich, da kein anderer Arbeitsplatz zugänglich ist.

Fragen zum Thema „Arbeitszimmer"? Wir erteilen gern Auskunft.

(Quelle: Datev Monatsinformation Mai 2020, DATEV eG, 90329 Nürnberg)

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