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Die Corona-Krise - Informationen für Unternehmen zur Liquiditäts- und Existenzsicherung, Update 15.07.2020*

An dieser Stelle informieren wir Sie über die Möglichkeiten der Liquiditäts- und Existenzsicherung. Wichtig sind nun konsequente Maßnahmen, um die Liquidität der Unternehmen zu sichern und so den Bestand über die unmittelbare Krise hinaus zu gewährleisten. Alle Informationen stellen wir nach bestem Wissen und Gewissen zusammen. *Eine Garantie für die Vollständigkeit können wir aufgrund der Flut an Informationen nicht übernehmen.

In dieser schweren Zeit lassen wir Sie in der Krise nicht allein. Unsere Experten und Spezialisten der Steuerberatung, der Wirtschaftsberatung und der Marketingberatung stehen mit ihrem ganzen Wissen und Erfahrungsschatz an Ihrer Seite, um Sie durch die Krise zu führen.

Maßnahmen zur Liquiditäts- und Existenzsicherung im Überblick:

1. Stundungen/Herabsetzungen Steuern: Allgemeine Informationen

Durch Schreiben vom 19.03.2020 hat das Bundesministerium für Finanzen zu den nachfolgenden Punkten verbindlich für alle Finanzbehörden Stellung genommen:

Die Gewährung von Stundungen

Die Gewährung von Stundungen wird erleichtert. Die Finanzbehörden können Steuern stunden, wenn die Einziehung eine erhebliche Härte darstellen würde. Die Finanzverwaltung wird angewiesen, dabei keine strengen Anforderungen zu stellen. Damit wird die Liquidität der Steuerpflichtigen unterstützt, indem der Zeitpunkt der Steuerzahlung hinausgeschoben wird.

Herabsetzung von laufenden Vorauszahlungen zur Einkommensteuer bzw. Körperschaftsteuer bzw. Gewerbesteuer

Vorauszahlungen können leichter angepasst werden. Sobald klar ist, dass die Einkünfte der Steuerpflichtigen im laufenden Jahr voraussichtlich geringer sein werden, werden die Steuervorauszahlungen unkompliziert und schnell herabgesetzt. Die Liquiditätssituation wird dadurch verbessert.

Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen

Auf Vollstreckungsmaßnahmen (z. B. Kontopfändungen) beziehungsweise Säumniszuschläge wird bis zum 31.12.2020 verzichtet, solange der Schuldner einer fälligen Steuerzahlung unmittelbar von den Auswirkungen des Corona-Virus betroffen ist.

2. Stundungen/Herabsetzungen Steuern: Beantragung

3. Stundung von SV-Beiträgen

Auf Antrag des Arbeitgebers können die bereits fällig gewordenen oder noch fällig werdenden Beiträge zunächst für die Ist-Monate März bis Mai 2020 gestundet werden. Stundungen sind zunächst längstens bis zum Fälligkeitstag für die Beiträge des Monats Juni 2020 zu gewähren.

Einer Sicherheitsleistung bedarf es hierfür nicht. Stundungszinsen sind nicht zu berechnen. Es bestehen keine Bedenken, wenn hiervon auch Beiträge erfasst werden, die bereits vor dem Zeitraum fällig wurden, unabhängig davon, ob bereits eine Stundungsvereinbarung geschlossen wurde oder andere Maßnahmen eingeleitet wurden.

Bitte setzen Sie sich direkt mit uns in Verbindung. Wir bereiten den Antrag für Sie vor und leiten ihn direkt an die zuständigen Krankenkassen.

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4. Steuerfreie Sonderzahlungen

Pressemitteilung vom 03.04.2020 / Pressemitteilung Nr. 7/2020

Sonderzahlungen jetzt steuerfrei: Anerkennung für Beschäftigte in der Corona-Krise

In der Corona-Krise werden Sonderzahlungen für Beschäftigte bis zu einem Betrag von 1.500 Euro im Jahr 2020
steuer- und sozialversicherungsfrei gestellt.

Bundesfinanzminister Scholz:
"Freundliche Worte an der Ladentheke und Beifall für das medizinische Personal sind ein schöner Ausdruck unserer Verbundenheit in dieser schweren Zeit. Aber wir wollen mehr tun, um die Helferinnen und Helfer angemessen zu würdigen. Eine Reihe von Unternehmen hat bereits angekündigt, das Engagement ihrer Beschäftigten mit Sonderzahlungen zu belohnen, andere werden diesem Vorbild sicherlich folgen. Das Bundesfinanzministerium stellt nun sicher, dass diese Prämien ohne den Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen bei den Beschäftigten ankommen. 100-prozentigen Einsatz in dieser Zeit wollen wir 100-prozentig belohnen."

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber können ihren Beschäftigten nun Beihilfen und Unterstützungen bis zu einem Betrag von 1.500 Euro steuerfrei auszahlen oder als Sachleistungen gewähren. Erfasst werden Sonderleistungen, die die Beschäftigten zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Dezember 2020 erhalten. Voraussetzung ist, dass die Beihilfen und Unterstützungen zusätzlich zum ohnehin geschuldeten Arbeitslohn geleistet werden. Die steuerfreien Leistungen sind im Lohnkonto aufzuzeichnen. Andere Steuerbefreiungen und Bewertungserleichterungen bleiben hiervon unberührt. Die Beihilfen und Unterstützungen bleiben auch in der Sozialversicherung beitragsfrei. Mit der Steuer- und Beitragsfreiheit der Sonderzahlungen wird die besondere und unverzichtbare Leistung der Beschäftigten in der Corona-Krise anerkannt.

Quelle:
Bundesministerium der Finanzen, Pressemitteilung vom 03.04.2020, Pressemitteilung Nr. 7/2020

5. Kurzarbeit/Kurzarbeitergeld: Allgemeine Voraussetzungen

Das Corona-Virus stellt Wirtschaft und damit den Arbeitsmarkt vor eine große Herausforderung. Um Beschäftigte und Unternehmen zu unterstützen, ist im Eilverfahren die gesetzliche Grundlage für einen leichteren Zugang zum Kurzarbeitergeld geschaffen worden. Die Regelungen treten rückwirkend zum 1. März 2020 in Kraft.

Die Agentur für Arbeit hierzu für Unternahmen zur Kurzarbeitergeld detaillierte Informationen zusammengestellt. Hier klicken.

Hiernach lassen sich die wichtigsten Neuregelungen wie folgt zusammenfassen:

  • Anspruch auf Kurzarbeitergeld besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mindestens 10 Prozent haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 Prozent erstattet.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf Kurzarbeitergeld
  • Auf den Aufbau negativer Arbeitszeitsalden (wenn dies tarifvertraglich geregelt ist) kann verzichtet werden.

Beim Kurzarbeitergeld sind hierbei folgende Voraussetzungen bzw. Verfahren zu beachten:

  • Es besteht ein Arbeitsausfall mit Entgeltausfall (10% der Belegschaft haben einen Entgeltausfall von 10%)
  • Betrieb hat mindestens einen Arbeitnehmer
  • Die Arbeitnehmer führen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aus, die nicht gekündigt oder aufgehoben ist
  • Es muss eine schriftliche Anzeige bei der ARGE gestellt werden
  • Mit den Arbeitnehmern muss eine Zusatzvereinbarung zum KUG geschlossen werden
  • Der Leistungsantrag muss gestellt werden
  • Nach Bewilligung und Erstellung der Gehaltsabrechnungen ist das KUG abzurechnen

6. Kurzarbeit/Kurzarbeitergeld: Beantragung

Um das Kurzarbeitergeld zu erhalten, müssen folgende Schritte ergriffen werden:

  1. Den betroffenen Mitarbeitern muss die Kurzarbeit angezeigt werden. Schließen Sie mit den einzelnen Mitarbeitern eine Zusatzvereinbarung zum KUG ab oder vereinbaren Sie Kurzarbeit mit dem Betriebsrat
  2. Wir stellen für Sie auf elektronischem Weg eine Arbeits-Ausfallanzeige bei der Bundesagentur. Eine schriftliche Anzeige ist auch möglich, verzögert sich aber ggf.
    Für die Anzeige brauchen wir folgende Informationen:

    a) Wird für den gesamten Betrieb Kurzarbeit angemeldet oder nur für einen Betriebsteil/eine Abteilung?
    b) Ab wann soll die Kurzarbeit beginnen und wann soll diese voraussichtlich enden?
    c) Auf wie viele Stunden wird die Arbeitszeit im Kurzarbeitszeitraum reduziert?
    d) Sollte für Ihr Unternehmen ein Tarifvertrag gelten, bitten wir Sie, uns den aktuellen Tarifvertrag zukommen zu lassen
    e) Bitte erstellen Sie uns eine Liste der Mitarbeiter, die in Kurzarbeit gehen sollen, und teilen uns die wöchentliche Arbeitszeit während der Kurzarbeit mit

  3. Die Bundesagentur bewilligt nach Prüfung den Anspruch auf KUG
  4. Wir erstellen für Sie die Lohn- und Gehaltsabrechnungen der betroffenen Arbeitnehmer sowie das zustehende Kurzarbeitergeld
  5. Sie zahlen die Gehälter zuzüglich des Kurzarbeitergeldes an die Arbeitnehmer aus sowie die Sozialversicherungsbeiträge an die Einzugsstellen
  6. Monatlich rückwirkend stellen wir elektronisch den Erstattungsantrag des gezahlten Kurzarbeitergeldes zzgl. der Sozialversicherungsbeiträge. Die Auszahlung erfolgt  durch die Bundesagentur für Arbeit
  7. Nach Beendigung der KUG-Situation (Corona) erfolgt evtl. eine Überprüfung der Förderbeträge und es kann ggf. zu Korrekturen kommen

Bitte beachten Sie bei der elektronischen Einreichung:

Es ist möglich, dass bei der Bundesagentur bereits ein Benutzer-Account für Sie angelegt ist. Hierfür benötigen wir die Zugangsdaten, damit wir für Sie den weiteren Verlauf und eventuell notwendige Aktionen durchführen können.

Wenn Sie die Zugangsdaten für diesen Account nicht kennen, rufen Sie bitte bei dieser Hotline an:

0800–4 5555 20

Dort nennt man Ihnen unter Angabe Ihrer Betriebsnummer die Zugangsdaten oder schickt Ihnen diese zeitnah per E-Mail zu. Sobald Sie die Zugangsdaten haben, leiten Sie uns diese bitte umgehend weiter.

Wichtig:

Bitte legen Sie online keinen weiteren Account an. Das führt bei der Bundesagentur zur Problemen und verzögert die Bearbeitung!

7. Fördermittel des Bundes (Update 15.07.2020):

Für viele Unternehmen wird durch die Corona-Krise und die damit einhergehenden Umsatzrückgänge die Liquidität knapp. Aus diesem Grund wurden durch die Bundesregierung die bestehende Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet bzw. neu Förderprogramme eingeführt.

Corona-Überbrückungshilfe

Eckpunkte des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vom 12.06.2020:

  • Die Überbrückungshilfe ist ein Zuschussprogramm mit einer Laufzeit von drei Monaten.
  • Die Förderung betrifft ausschließlich die Monate Juni, Juli und August 2020.
  • Die Förderung ist nicht zurück zu zahlen.
  • Die Antragstellung ist seit dem 08.07.2020 und bis spätestens zum 31.08.2020 möglich.
  • Die Antragstellung erfolgt ausschließlich durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer.

Checkliste Antragsvoraussetzung

Sie zählen zu einen der beiden Gruppen:

  • Unternehmen aller Wirtschaftsbereiche einschließlich gemeinnützigen Unternehmen bzw. Sozialunternehmen, Organisationen und Vereine, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind
  • Soloselbstständige oder selbstständige Angehörige der freien Berufe im Haupterwerb

Sie erfüllen außerdem folgende Grundvoraussetzung:

  • Ihr Umsatz ist in den Monaten April und Mai 2020 um mindestens 60 % gegenüber den gleichen Vorjahresmonaten eingebrochen, hier reicht es aus, wenn ein durchschnittlicher Umsatzrückgang von mindestens 60 % für die Monate April und Mai 2020 zusammen vorliegt
  • Für junge Unternehmen und Organisationen gilt: Wenn Sie nach April 2019 gegründet wurden, werden statt April und Mai 2019 die Monate November und Dezember 2019 zum Vergleich herangezogen

Ausschlusskriterien trotz Erfüllung der Voraussetzungen

  • Sie sind nicht bei einem deutschen Finanzamt angemeldet
  • Sie haben keine inländische Betriebsstätte oder Sitz
  • Sie qualifizieren sich für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds. D.h. in den letzten beiden bilanziell abgeschlossenen Geschäftsjahren (2018 und 2019) erfüllten sie mindestens zwei der folgenden Kriterien: Bilanzsumme > 43 Mio. Euro, Umsatzerlöse > 50 Mio. Euro
  • Sie haben sich laut EU-Definition zum 31. Dezember 2019 in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befunden und Ihre wirtschaftliche Situation hat sich vor der Corona-Pandemie nicht verbessert
  • Gründung des Unternehmens erst nach dem 31. Oktober 2019
  • Sie üben Ihre Freiberuflichkeit bzw. Soloselbstständigkeit nur im Nebenerwerb aus

Höhe der Förderung

Die Förderhöhe bemisst sich nach den erwarteten Umsatzeinbrüchen der Fördermonate Juni, Juli, August 2020 im Verhältnis zu den jeweiligen Vergleichsmonaten. Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von

  • 80 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch > 70 %
  • 50 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 50 % und ≤ 70 %
  • 40 % der förderfähigen Fixkosten bei Umsatzeinbruch ≥ 40 % und < 50 %

im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Bei Unternehmen, die zwischen dem 1. Juni 2019 und dem 31. Oktober 2019 gegründet worden sind, sind die Monate Dezember 2019 bis Februar 2020 zum Vergleich heranzuziehen.

Die Berechnung wird dabei jeweils für jeden Monat einzeln vorgenommen. Liegt der Umsatzeinbruch in einem Fördermonat bei weniger als 40 % gegenüber dem Vergleichsmonat, entfällt die Überbrückungshilfe für den jeweiligen Fördermonat.

Förderfähige Kosten

Förderfähig sind fortlaufende, im Förderzeitraum anfallende vertraglich begründete oder behördlich festgesetzte und nicht einseitig veränderbare Fixkosten gemäß der folgenden Liste, die auch branchen¬spezifischen Besonderheiten Rechnung trägt:

  1. Mieten und Pachten für Gebäude, Grundstücke und Räumlichkeiten, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit des Unternehmens stehen. Kosten für Privaträume sind nicht förderfähig.
  2. Weitere Mietkosten
  3. Zinsaufwendungen für Kredite und Darlehen
  4. Finanzierungskostenanteil von Leasingraten
  5. Ausgaben für notwendige Instandhaltung, Wartung oder Einlagerung von Anlagevermögen und gemieteten Vermögensgegenständen, einschließlich der EDV
  6. Ausgaben für Elektrizität, Wasser, Heizung, Reinigung und Hygienemaßnahmen
  7. Grundsteuern
  8. Betriebliche Lizenzgebühren
  9. Versicherungen, Abonnements und andere feste Ausgaben
  10. Kosten für Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer, die im Rahmen der Beantragung der Corona-Überbrückungshilfe anfallen
  11. Kosten für Auszubildende
  12. Personalaufwendungen im Förderzeitraum, die nicht von Kurzarbeitergeld erfasst sind, werden pauschal mit 10 Prozent der Fixkosten der Ziffern 1 bis 10 gefördert. Lebenshaltungskosten oder ein Unternehmerlohn sind nicht förderfähig.
  13. Um der besonderen Betroffenheit der Reisebüros angemessen Rechnung zu tragen, sind auch Pro¬visionen, die Inhaber von Reisebüros den Reiseveranstaltern aufgrund Corona-bedingter Stornierungen zurückgezahlt haben, den Fixkosten nach Nr. 1 bis 12 gleichgestellt.

Die Fixkosten der Ziffern 1 bis 9 müssen vor dem 1. März 2020 begründet worden sein. Zahlungen für Fixkosten, die an verbundene Unternehmen oder an Unternehmen gehen, die im Eigentum oder unmittelbar oder mittelbar unter dem beherrschenden Einfluss derselben Person oder desselben Unternehmens stehen, sind nicht förderfähig.

Die maximale Förderung beträgt 50.000 Euro pro Monat.

Bei Unternehmen

  • mit bis zu 5 Beschäftigten beträgt die maximale Förderung 3.000,- € pro Monat
  • mit bis zu 10 Beschäftigten beträgt die maximale Förderung 5.000,- € pro Monat
  • maximalen Erstattungsbeträge für kleine Unternehmen können in begründeten Ausnahmefällen überschritten werden Ein begründeter Ausnahmefall liegt vor, wenn die Überbrückungshilfe bei einem Unternehmen von bis zu fünf und bis zu zehn Mitarbeitern auf Basis der erstattungsfähigen Fixkosten mindestens doppelt so hoch läge wie der maximale Erstattungsbetrag

Der Zuschuss wird bei den Steuervorauszahlungen für 2020 nicht berücksichtigt. In der Einkommensteuer-/Körperschaftsteuererklärung ist der Zuschuss jedoch als steuerbare Betriebseinnahme zu erfassen. Als sogenannter echter Zuschuss ist die Überbrückungshilfe zudem nicht umsatzsteuerbar. Es fällt also keine Umsatzsteuer an.

Prozess der Antragstellung

  • Der Antrag ist zwingend durch einen prüfenden Dritten im Namen des Antragsstellers einzureichen
  • Auf der Basis der bei der Antragstellung gemachten Angaben erfolgt die Auszahlung der Überbrückungshilfe für die gesamten drei Monate
  • Im Nachgang erfolgt gleichfalls über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer eine Schlussabrechnung über die tatsächlichen Umsatzeinbrüche und angefallenen Fixkosten
  • Gegebenenfalls zu viel gezahlte Hilfen sind zurückzuzahlen. Eine nachträgliche Aufstockung der Überbrückungshilfen erfolgt nicht

In welchem Verhältnis stehen Corona-Überbrückungshilfe und weitere Corona-Hilfen (inklusive Corona-Soforthilfe von Bund und Land)?

Grundsätzlich gilt:

  • Eine Anrechnung von weiteren Corona-bedingten Zuschussprogrammen des Bundes und der Länder auf die Corona-Überbrückungshilfe findet nur dann statt, wenn sich Förderzweck und -zeitraum überschneiden.
  • Darlehen wie der KfW-Schnellkredit werden grundsätzlich nicht auf die Corona-Überbrückungshilfe angerechnet.

Des Weiteren sind zwei Fälle zu unterscheiden:

  • Vor Beantragung der Corona-Überbrückungshilfe bewilligte Hilfen: Eine Anrechnung vorher schon bewilligter Leistungen aus anderen Zuschussprogrammen erfolgt bereits bei Bewilligung der Überbrückungshilfe.
  • Nach Beantragung der Corona-Überbrückungshilfe bewilligte Hilfen: Sofern zuerst die Überbrückungshilfe bewilligt wird und dann während des Förderzeitraums der Überbrückungshilfe (also bis Ende August 2020) ein Zuschuss aus einem anderen Hilfsprogramm bewilligt wird, erfolgt die Anrechnung ggf. im Rahmen der Abschlussrechnung. Bezüge aus der Corona-Überbrückungshilfe sind dementsprechend bei der Antragstellung zu einem anderen Corona-Hilfsprogramm anzugeben.
  • Eine Kumulierung der Überbrückungshilfe mit anderen öffentlichen Hilfen (nicht Corona-Soforthilfe oder andere Corona-bedingte Zuschussprogramme des Bundes oder der Länder), ist zulässig. Dies gilt insbesondere für Darlehen. Eine Anrechnung auf die Corona-Überbrückungshilfe erfolgt nicht. Das Beihilferecht ist zu beachten

Weitere Informationen finden Sie u.a. unter:

Mehr Informationen

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern“

Eckpunkte:

Das Bundesprogramm sieht Maßnahmen von insgesamt 500 Millionen Euro für kleine und mittlere Unternehmen in den Jahren 2020 und 2021 vor. Es besteht aus fünf Maßnahmen.

Antragsvoraussetzung Maßnahmen (1) und (2)

Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die durch die COVID-19-Krise in erheblichem Umfang betroffen sind. Davon ist auszugehen, wenn das Unternehmen in der ersten Hälfte des Jahres 2020 wenigstens einen Monat Kurzarbeit durchgeführt hat oder der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen ist

(1) Ausbildungsprämie bei Erhalt des Ausbildungsniveaus im Ausbildungsjahr 2020

  • Einmalig 2.000,- EUR für jeden abgeschlossenen Ausbildungsvertrag
  • Auszahlung erfolgt nach dem Ende der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit
    Voraussetzung ist, dass sich das Ausbildungsniveau im Jahr 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren nicht verringert hat, verglichen werden die durchschnittlich abgeschlossenen Ausbildungsverträge der Jahre 2017-2019 mit den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen im Jahr 2020.

(2) Ausbildungsprämie bei Erhöhung des Ausbildungsniveaus im Ausbildungsjahr 2020

  • Einmalig 3.000,- EUR für jeden zusätzlich über das Ausbildungsniveau abgeschlossenen Ausbildungsvertrag
  • Auszahlung erfolgt nach dem Ende der erfolgreich abgeschlossenen Probezeit

Voraussetzung ist, dass sich das Ausbildungsniveau im Jahr 2020 im Vergleich zu den drei Vorjahren erhöht hat, verglichen werden die durchschnittlich abgeschlossenen Ausbildungsverträge der Jahre 2017-2019 mit den abgeschlossenen Ausbildungsverträgen im Jahr 2020.

Antragsvoraussetzung Maßnahme (3)

kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die durch die COVID-19-Krise in erheblichem Umfang betroffen sind. Jedoch ihre Auszubildenden und deren Ausbilder trotz erheblichen Arbeitsausfall nicht in Kurzarbeit bringen. Erforderlich ist ein Arbeitsausfall von mind. 50 % im gesamten Betrieb

(3) Förderung bei Vermeidung von Kurzarbeit während der Ausbildung

  • Förderung von 75 % der Brutto-Ausbildungsvergütung pro Monat, in dem ein Arbeitsausfall von mind. 50 % zu verzeichnen ist
  • Auszahlung erfolgt frühestens mit Inkrafttreten der Richtlinie. Sie ist befristet bis zum 31.12.2020

Antragsvoraussetzung Maßnahme (4)

  • Auszubildende in KMU, die ihre Ausbildung temporär nicht im eigenen Betrieb weiterführen können, weil der Betrieb vollständig oder zu wesentlichen Teilen pandemiebedingt von Schließungen oder erheblichen Auflagen, die eine Fortsetzung des Geschäftsbetriebs maßgeblich behindern, betroffen ist. Die Verbund- oder Auftragsausbildung kann in anderen KMU, in Überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS) oder durch andere etablierte Ausbildungsdienstleister durchgeführt werden.
  • Von einer pandemiebedingten Schließung ist auszugehen, wenn der Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 um durchschnittlich mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 eingebrochen ist

(4) Förderung von Auftrags- und Verbundausbildung

  • Details sind noch zu klären.
  • Förderung erfolgt frühestens mit Inkrafttreten der Richtlinie. Sie ist befristet bis zum 30.06.2021

Antragsvoraussetzung Maßnahme (5)

  • Pandemiebedingte Insolvenz des vorher ausbildenden KMU
  • Von einer pandemiebedingten Insolvenz ist auszugehen, wenn bis zum 31.12.2020 ein Insolvenzverfahren eröffnet worden ist und die sich vor dem 31.12.2019 gemäß EU-Definition nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befanden
  • Übernahme des Auszubildenden bis zum 31.12.2020 für die gesamte Dauer der restlichen Ausbildung

(5) Übernahmeprämie für Auszubildende eines insolventen Unternehmens

  • Einmalig 3.000,- € für jeden aufgenommenen Auszubildenden
  • Auszahlung erfolgt an das aufnehmende Unternehmen
  • Förderung erfolgt frühestens mit Inkrafttreten der Richtlinie. Sie ist befristet bis zum 30.06.2021

Die Umsetzung des Programms soll hinsichtlich der Maßnahmen (1) bis (3) und (5) durch Verwaltungsvereinbarung der Bundesagentur für Arbeit übertragen werden. Die Verwaltungskosten werden der Bundesagentur für Arbeit erstattet. Anträge auf Förderung sind hinsichtlich der Maßnahmen (1) bis (3) und (5) bei der für das jeweilige Unternehmen örtlich zuständigen Agentur für Arbeit zu stellen.

Hinsichtlich der Maßnahme (4) sollen entsprechend der Vorgabe der Ziffer 30 des Beschlusses des Koalitionsausschusses vom 3. Juni 2020 die Details der Durchführung im Rahmen der Allianz für Aus- und Weiterbildung noch erörtert werden.

Der BFB begleitet den Prozess weiter für eine optimale Nutzbarkeit der Maßnahmen für die Freien Berufe und wird Sie auf dem Laufenden halten.

Weitere Informationen finden Sie unter:

Mehr Informationen

Corona-Soforthilfe (seit dem 01.06.20 keine Antragstellung mehr möglich)

  • Förderberechtigt sind Kleinstunternehmen aus allen Wirtschaftsbereichen, Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe.
  • Voraussetzung: Wirtschaftliche Schwierigkeiten in Folge von Corona. Das Unternehmen darf vor März 2020 nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten gewesen sein, der Corona-Schaden darf erst nach dem 11. März 2020 eingetreten sein. Im Förderantrag ist dementsprechend zu versichern, dass bedingt durch die Corona-Pandemie die Existenz bedroht ist bzw. ein Liquiditätsengpass vorliegt.
  • Zuschusshöhe:
    - bis zu fünf Beschäftigten: bis zu 9.000 Euro Einmalzahlung für drei Monate
    - bis zu zehn Beschäftigte: bis zu 15.000 Euro Einmalzahlung für drei Monate
  • Sonstiges: Bei der Steuerveranlagung für die Einkommens - oder Körperschaftsteuer im kommenden Jahr wird der Zuschuss gewinnwirksam berücksichtigt.
  • Steht voraussichtlich in der Woche vom 29. März zu Verfügung

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Grundsicherung

Für Kleinunternehmer, Freiberufler und Soloselbstständige hat der Bund den Zugang zur Grundsicherung erleichtert. Wer durch die Corona-Krise Schwierigkeiten hat, seinen Lebensunterhalt zu sichern, kann Unterstützung bei den Jobcentern beantragen.

Liquiditätsunterstützung aus Bundes- oder Länderprogrammen stellen dabei nicht per se einen Hinderungsgrund dar. Für 6 Monate entfällt zudem die übliche Vermögensprüfung, außer bei erheblichem Vermögen. Die Kosten der Unterkunft werden ebenfalls befristet anerkannt.

Anträge und Informationen gibt es im Internet auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit oder telefonisch unter 0800-4555523.

Weitere Infos unter: https://www.arbeitsagentur.de/

KfW-Schnellkredit

Pressemitteilung der KfW vom 06.04.2020

Unter der Voraussetzung, dass ein mittelständisches Unternehmen im Jahr 2019 oder im Durchschnitt der letzten drei Jahre einen Gewinn ausgewiesen hat, soll ein „Sofortkredit“ mit folgenden Eckpunkten gewährt werden:

  • Der Schnellkredit steht mittelständischen Unternehmen mit mehr als 10 Beschäftigten zur Verfügung, die mindestens seit 1. Januar 2019 am Markt aktiv gewesen sind.
  • Das Kreditvolumen pro Unternehmen beträgt bis zu 3 Monatsumsätzen des Jahres 2019, maximal € 800.000 Euro für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl über 50 Mitarbeitern, maximal € 500.000 für Unternehmen mit einer Beschäftigtenzahl von bis zu 50.
  • Das Unternehmen darf zum 31. Dezember 2019 nicht in Schwierigkeiten gewesen sein und muss zu diesem Zeitpunkt geordnete wirtschaftliche Verhältnisse aufweisen.
  • Zinssatz in Höhe von aktuell 3 % mit Laufzeit 10 Jahre.
  • Die Bank erhält eine Haftungsfreistellung in Höhe von 100% durch die KfW, abgesichert durch eine Garantie des Bundes.
  • Die Kreditbewilligung erfolgt ohne weitere Kreditrisikoprüfung durch die Bank oder die KfW. Hierdurch kann der Kredit schnell bewilligt werden.

Der KfW-Schnellkredit kann nach Genehmigung durch die EU-Kommission starten.
Quelle: https://www.kfw.de/KfW-Konzern/Newsroom/Aktuelles/Pressemitteilungen-Details_578176.html

KfW-Unternehmerkredit

  • bis 25 Mio. EUR für Investitionen und Betriebsmittel für Unternehmen, die mind. 5 Jahre am Markt sind.
  • Auch für Vorhaben im Ausland
  • Haftungsfreistellung von 80% für Begtriebsmittelkredite bis 200 Mio. EU.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

KfW-Kredit für Wachstum

  • Für Investitionen und Betriebsmittel in den Bereichen Innovation und Digitalisierung.
  • Für in- und ausländische Unternehmen mit einem Umsatz bis 2 Mrd. Euro.
  • Temporäre Erweiterung auf allgemeine Unternehmensfinanzierung inkl. Betriebsmittel im Wege der Konsortialfinanzierung.
  • Erhöhung der anteiligen Risikoübernahme auf bis zu 70%.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

ERP-Gründerkredit - Universell

  • Existenzgründung und Festigungen bis zu 5 Jahre nach Gründung.
  • Förderung von Investitionen im In- und Ausland.
  • Risikoübernahme von bis zu 80% für Betriebsmittelkredite bis 200 Mio. EUR Kreditvolumen.

Go-digital - fördert Homeoffice-Arbeitsplätze

  • Neuerung im Modul Digitalisierte Geschäftsprozesse: Es wird ab sofort die Beratung zur Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen gefördert.

Zuschuss für Unternehmensberatung (BAFA)

  • Die betroffenen Unternehmen erhalten einen Zuschuss in Höhe von 100 %, maximal jedoch 4.000 Euro, der in Rechnung gestellten Beratungskosten (Vollfinanzierung)
  • Antragsberechtigt sind Unternehmen, die unter wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund des Coronavirus leiden.
  • Zu den Beratungskosten zählen neben dem Honorar auch die Reisekosten sowie Auslagen des Beraters.
  • Die in Rechnung zu stellende Umsatzsteuer wird nicht bezuschusst und ist wie auch über die 4.000 Euro hinausgehenden Rechnungsbeträge vom Unternehmen zu tragen.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.

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Kontakt

Kontaktieren Sie bei Interesse unsere Mitarbeiterin Frau Klingner unter 0171/4080323 und unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, wenn wir Sie weiterführend zu der Förderung informieren können.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier.

8. Fördermittel ausgewählter Bundesländer

Für viele Unternehmen wird durch die Corona-Krise und die damit einhergehenden Umsatzrückgänge die Liquidität knapp. Aus diesem Grund wurden durch die Landesregierungen die bestehende Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet bzw. neu Förderprogramme eingeführt.

Niedersachsen (NBank)

Die Internetseite bzw. der Server der NBank ist derzeit überlastet: https://kundenportal.nbank.de/kundenportal/Baustellenseite.html
Dadurch sind derzeit Registrierungen und Anmeldungen auf dem Kundenportal nicht möglich. Versuchen Sie es in den kommenden Tagen zu unterschiedlichen Uhrzeiten.

Niedersachsen-Soforthilfe Corona

  • Zuschuss für Kleine gewerbliche Unternehmen, Soloselbstständige und Angehörige der freien Berufe
  • Voraussetzung: Existenzbedrohliche Wirtschaftslage und/oder Liquiditätsengpässe in Folge der Covid-19-Pandemie im Frühjahr 2020
  • Zuschusshöhe: Soforthilfe gestaffelt nach der Anzahl der Beschäftigten bis maximal 20.000 Euro
  • Gewährung der Soforthilfe nur einmal je Unternehmen/Antragsteller/in

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Muster Antrag

Niedersachsen-Liquiditätskredit

  • Darlehen für Kleine und mittlere Unternehmen sowie Angehörige Freier Berufe
  • Zweck: Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit und Finanzierung von Betriebsmitteln
  • Pflicht: Darlegung der aktuellen Finanzsituation und des Liquiditätsengpasses
  • Darlehenshöhe: 5.000 Euro bis 50.000 Euro
  • Besonderheit: Keine Besicherung erforderlich

Inzwischen erfolgte eine Begrenzung auf Unternehmen bis einschließlich 10 Beschäftigte, da die KfW am 15.04.2020 den KfW-Schnellkredit über die Hausbanken eingeführt hat, der für Unternehmen größer als 10 Beschäftigte angeboten wird. Somit kann sichergestellt werden, dass allen Unternehmensgrößen entsprechende Hilfsangebote zur Verfügung stehen.

Download Merkblatt

Muster Antrag

WICHTIG:

Damit Sie einen Antrag bei der NBank stellen können, müssen Sie sich vorher zwingend auf dem Kundenprotal der NBank unter folgendem Link registrieren: https://kundenportal.nbank.de/irj/portal/anonymous/
Erst nach der Registrierung ist eine Antragstellung über das Kundenportal möglich.

Falls Sie von der NBank vorab per E-Mail über die Antragstellung informiert werden möchten, können Sie den hier aufgeführten Fragebogen ausfüllen und an die NBank weiterleiten.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Digitalbonus.Niedersachsen

Das Förderprogramm "Digitalbonus.Niedersachsen" wird an den speziellen Bedarf von Unternehmen in der Corona-Krise angepasst. Ab sofort können niedersächsische Unternehmen den Zuschuss von bis zu 10.000 Euro explizit auch für Homeoffice-, Videokonferenz- und Telemedizintechnik beantragen. Nur für diese Anschaffungen ist seit 16.04.2020 auch ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn möglich, d.h. nach erfolgreicher Antragstellung im Kundenportal der NBank, kann sofort die Beschaffung erfolgen.

Weitere Infos unter:
https://www.nbank.de/Unternehmen/Investition-Wachstum/Digitalbonus.Niedersachsen/index.jsp

Sachsen-Anhalt (Investitionsbank Sachsen-Anhalt)

Unternehmen in Sachsen-Anhalt, die vom Ausbruch des Coronavirus wirtschaftlich betroffen sind, können sich bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt kostenfrei über die Hotline 0800 / 56 007 57 beraten lassen. Die Investitionsbank bietet den Unternehmen bei Liquiditätsengpässen aufgrund der Corona-Situation folgende Fördermittel an:

Conora-Soforthilfe

Ab dem 30.03.2020 sollen folgende Förderhilfen beantragt werden können:

Zu den Förderungen in Sachsen-Anhalt

Sachsen-Anhalt MUT – IB Mittelstandsdarlehen

  • Darlehen bis zur vollen Höhe des Finanzierungsbedarfs (min. 25.000 Euro, max. 1,5 Mio. Euro)
  • Laufzeit: max. 15 Jahre, davon max. zwei Jahre tilgungsfrei
  • effektiver Zinssatz: ab 1,97 % p.a. (Änderung vorbehalten)

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Sachsen-Anhalt Impuls – IB Gründungsdarlehen

  • Darlehen bis zur vollen Höhe des Finanzierungsbedarfs (min. 10.000 Euro, max. 500.000 Euro)
  • Laufzeit: 5 Jahre, 10 Jahre, 15 Jahre
  • Zinsbindung: 5 Jahre, 10 Jahre

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Sachsen-Anhalt ZUKUNFT

(IB-Darlehen für kleine und Kleistunternehmen)

Kleinen und Kleinstunternehmen, die durch die Auswirkungen der Covid 19-Pandemie unverschuldet in eine wirtschaftliche Notlage geraten sind, stellt die Investitionsbank im Auftrag des Landes Sachsen-Anhalt ein Darlehen zur Liquiditätssicherung zur Verfügung

  • Darlehen für Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeiter
  • Darlehen zur Liquiditätssicherung (mind. 10.000 Euro, max. 150.000 Euro)
  • 2 Jahre zins- und tilgungsfrei
  • keine Sicherheitenbestellung

WICHTIG:

Es ist u.a. ein Nachweis zu erbringen, dass per 31.12.2019 die Kriterien für „Unternehmen in Schwierigkeiten“ nicht erfüllt worden sind und die Auswirkungen der Corona-Krise plausibel dargestellt werden können („Corona-Krisen-Fall“)

  • keine Ablösung bestehender Verbindlichkeiten oder des Engagements eines Kreditinstituts
  • keine Vorfinanzierung der erstattungspflichtigen Mehrwertsteuer
  • keine Finanzierung exportbezogener Tätigkeiten

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Baden-Württemberg (L-Bank)

Liquiditätskredit

  • Betriebsmittelfinanzierungen, Konsolidierungen und Betriebsübernahmen
  • Für Freiberufler und gewerbliche Unternehmen (max. 500 Mitarbeitenden)
  • Kredithöhe: 10.000 bis 5 Mio. Euro
  • Laufzeit: 4, 5, 6, 8 oder 10 Jahre | tilgungsfrei 0 bis 2 oder 4 Jahre endfällig
  • Sondertilgung: jederzeit möglich ohne Vorfälligkeitsentschädigung

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bayern (Förderbank Bayern)

Die Förderbank Bayern hilft Unternehmen bei der Bewältigung der Corona-Krise mit Krediten und Risikoübernahmen. Voraussetzung für die Unterstützung der Unternehmen ist ein grundsätzlich tragfähiges Geschäftsmodell und die Bereitschaft der Hausbanken, die LfA-Förderangebote in die Gesamtfinanzierung einzubinden. Folgende Fördermittel stehen dabei zur Verfügung.

Soforthilfe Corona

  • Soforthilfe zwischen 5.000 – 30.000 Euro gestaffelt nach Beschäftigtenzahl
  • Antragstellung erfolgt über die Bezirksregierung und die Landeshauptstadt München
  • Örtlich zuständig ist die Bewilligungsbehörde, in deren Bezirk die Betriebstätte bzw. Arbeitsstätte des Antragstellers liegt

Weitere Informationen finden Sie hier.

Darlehensprogramme, Bürgschaftsprogramme und Schutzschirm zur Krisenunterstützung

Weitere Informationen finden Sie hier.

Berlin (Investitionsbank Berlin)

Als Reaktion auf die dynamische Ausbreitung des Coronavirus und die damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen stellt das Land Berlin über die IBB Rettungsbeihilfen für betroffene Unternehmen von insgesamt bis zu 100 Mio. EUR zur Verfügung. Zu diesen Mitteln können auch bisher ausgeschlossene und nun sehr stark betroffene Branchen wie z.B. Einzelhandel, Gastronomie, Beherbergung und konsumorientierte Dienstleistung (z.B. Clubs) Zugang erhalten.

Rettungsbeihilfe Corona

  • Rettungsbeihilfen mit einer Laufzeit von 6 Monaten
  • Darlehen i. d. R. bis zu 0,5 Mio. EUR, in begründeten Ausnahmefällen bis zu 2,5 Mio. EUR
  • Rettungsbeihilfen bis 0,5 Mio. EUR können zinslos gewährt werden
  • selbstschuldnerische Bürgschaft in Darlehenshöhe obligatorisch

Die Beantragung erfolgt ausschließlich auf digitalem Weg über das Kundenportal.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Bremen (Bremer Aufbau-Bank)

Im Rahmen eines von der Senatorin für Wirtschaft neu aufgelegten Förderprogramms können Unternehmen in Bremen und Bremerhaven, die durch die Auswirkungen des Coronavirus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, Soforthilfen erhalten.  Hierfür hat das Land Bremen eine Task-Force eingerichtet.

Corona-Soforthilfe Programm

  • bis zu 5.000 EUR im vereinfachten Verfahren
  • bis 20.000 EUR bei besonderem Bedarf
  • Zuschuss für Kleinstunternehmen/Freiberufler mit weniger als 10 Beschäftigten und weniger als 2 Millionen Euro Jahresumsatz

Betriebsmittelkredit

  • Für Liquiditätsbedarfe unter 50 TEUR, die von der jeweiligen Hausbank nicht finanziert werden
  • (Kleinst-) Unternehmen, Freiberufler*innen sowie Künstler*innen werden vorrangig und prioritär bedient
  • Finanziert werden können Betriebsmitte. Hierzu zählen beispielweise: Personalkosten, Miete, offene Rechnungen für Material und Waren usw.
  • Laufzeit kann bis zu 6 Jahren betragen
  • Im ersten Jahr zins- und tilgungsfrei
  • Ab Jahr zwei liegt der Zinssatz derzeit bei 3% p.a. .

Weitere Informationen finden Sie hier.

Hamburg (Hamburgische Investitions- und Förderbank)

Die Stadt Hamburg setzt bei der Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise auf ein breites Spektrum an Instrumenten zur Unterstützung und Entlastung der Hamburger Unternehmen. Ergänzend zu den Hilfen des Bundes legt der Hamburger Senat kurzfristig Maßnahmen für einen Hamburger Schutzschirm für Corona-geschädigte Unternehmen und Institutionen auf.
Drei der angekündigten Förderprogramme werden über die IFB Hamburg umgesetzt:

Hamburger Corona Soforthilfe (HCS)

  • Unbürokratische Zuschüsse für kleine und mittlere Betriebe und Freiberufler
  • Zuschuss ist nicht rückzahlbar
  • Zuschuss wird nach Zahl der Beschäftigten gestaffelt
  • Solo-Selbständige bis max. 2.500 Euro und Unternehmen 5.000 bis max. 25.000 Euro

Hamburg-Kredit Liquidität (HKL)

  • Rettungsdarlehen für Betriebsmittel bis 250 TEUR
  • IFB Förderkredite Kultur und Sport
  • Rettungsdarlehen bis 150 TEUR für Kulturinstitutionen und Sportvereine

Weitere Informationen finden Sie hier.

Nordrhein-Westfalen (NRW:Bank)

NRW.Bank.Universalkredit

  • Für Unternehmen mit einem Jahresumsatz bis 500 Mio. €, Gründer und Freiberufler
  • Hilfe bei Liquiditätsengpässen
  • Finanzierung von Betriebsmitteln und Investitionen
  • Haftungsfreistellung zugunsten der Hausbank
  • Bei Haftungsfreistellungsbeträgen bis 250.000 Euro: Kreditzusage in der Regel innerhalb von 72 Stunden

Weitere Informationen finden Sie hier.

9. Fördermittel Braunschweig und Landkreis Wolfenbüttel

Braunschweig

Die Stadt Braunschweig hat einen kommunalen Hilfsfonds für von der Corona-Virus-Pandemie existenziell betroffene Unternehmen, Selbstständige, Freiberufler, Kultureinrichtungen und weitere Einrichtungen geschaffen. Darüber hinaus können Kulturschaffende für in Folge der Corona-Pandemie abgesagte Engagements, Ausstellungen o. ä. eine Zuwendung erhalten. Auch verbrauchte Aufwendungen aus kulturellen Projekten, die nicht mehr oder verändert durchgeführt werden, sollen mit dem Hilfsfonds aufgefangen werden. Mit zunächst drei Millionen Euro will die Stadt Betroffenen helfen, die nicht oder nicht ausreichend von den Rettungsschirmen von Bund und Land profitieren.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Solidarfonds Wolfenbüttel

Der Solidarfonds richtet sich an gewerbliche Unternehmen und selbstständige Angehörige der Freien Berufe, auch Künstler, die eine Betriebs- oder Arbeitsstätte im Landkreis Wolfenbüttel haben, vornehmlich Gastronomie und Einzelhandel, nicht aber Apotheken, Bäckereien, Drogerien, Lebensmittelgeschäfte.

Ausgenommen sind außerdem Filialbetriebe überörtlich agierender Unternehmen, auch Gastronomie- und Einzelhandels-Filialen, nicht jedoch Franchise-Betriebe, die von Selbstständigen betrieben werden.

Bei der Antragsstellung ist der Grund für die existenzbedrohliche Wirtschaftslage beziehungsweise den Liquiditätsengpass anzugeben.  Hier ist auch die Höhe des entstandenen Liquiditätsengpasses zu beziffern; hierzu zählt aber nicht der entgangene Gewinn. Der entstandene Liquiditätsengpass muss nachvollziehbar dargestellt werden:

  • Wie hoch sind Ihre lfd. Kosten?
  • Konnte eine Vereinbarung mit dem Vermieter getroffen werden?
  • Bestehen Rücklagen?
  • Können Sie zumindest teilweise Ihrer gewerblichen Tätigkeit nachkommen?

Konditionen:

Die Höhe der Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten (Vollzeitäquivalente, VZÄ):

  • bis zu 3 VZÄ: bis zu 10.000 Euro
  • bis zu 5 VZÄ: bis zu 15.000 Euro
  • bis zu 10 VZÄ: bis zu 20.000 Euro
  • bei mehr als 10 VZÄ: bis zu 30.000 Euro

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

10. Erstattung der Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

Soweit ein Arbeitnehmer am Corona-Virus erkrankt ist, hat der Arbeitnehmer wie bei jeder anderen Krankheit gem. § 3 Entgeltfortzahlungsgesetz (EFZG) den Anspruch auf Entgeltfortzahlung bei Erkrankungen für die Dauer von sechs Wochen, wobei diese Fristen durch arbeits- oder tarifvertragliche Regelungen länger sein können.

11. Entschädigung durch Maßnahmen nach dem IFSG

Lohnfortzahlung für Arbeitnehmer

Wenn Sie wegen einer Quarantänemaßnahme nicht mehr zu Ihrem Arbeitsplatz kommen, erhalten Sie gem. §56 Abs.1 IfSG (Infektionsschutzgesetz) unter bestimmten Voraussetzungen eine Entschädigung in Geld. Für sechs Wochen nach Beginn des Verdienstausfalls steht Ihnen nach §56 Abs. 2 und 3 IfSG das Entgelt in Höhe des Verdienstausfalls nach Abzug von Steuern und Beiträgen zur Sozialversicherung zu. Ab der siebten Woche wird die Entschädigung in Höhe des Krankengeldes nach §47 Abs.1 des Fünften Buches des Sozialgesetzbuchs direkt von der zuständigen Behörde gewährt.

Dabei finanziert der Arbeitgeber diese Leistung für den Staat vor und muss sich diese dann per Antrag von der zuständingen Behörder (z.B. Landkreis oder kreisfreie Stadt - Gesundheitsamt, Ordnungsamt) erstatten lassen.

Wichtig!

Der Antrag ist innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Einstellung der verbotenen Tätigkeit oder dem Ende der Absonderung bei der zuständigen Behörde zu stellen!

Für mehr Informationen bitte hier klicken.

Verdienstausfall und Mehraufwendungen bei Existenzgefährdung

Für Selbständige gelten die vorstehenden Erläuterungen entsprechend. Kommt es für sie zu einer Existenzgefährdung können sie auf Antrag auch Mehraufwendungen erstattet erhalten, wie in angemessenem Umfang die Erstattung der weiterlaufenden nicht gedeckten Betriebsausgaben (§ 56 Abs. 4 IFSG). Bemessungsgrundlage ist hier der letzte Steuerbescheid.

Wichtig!

Der Antrag ist innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Einstellung der verbotenen Tätigkeit oder dem Ende der Absonderung bei der zuständigen Behörde zu stellen!
Für mehr Informationen bitte hier klicken.

12. Coronavirus & Arbeitsrecht

Die wichtigsten Fragen werden unter den nachfolgenden Links ausführlich erläutert

1. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

2. Das Rechtsportal Juris.

13. Eventus Sofortmaßnahmen-Paket

Die Corona-Krise bedingt aber auch, dass bestehende Unternehmensabläufe und -strukturen neu gedacht werden müssen, um sich den Herausforderungen zu stellen. Folgende Maßnahmen sind in der Krise unabdingbare Schritte, um die Krise zu überstehen und sogar gestärkt daraus hervorzugehen:

Kostenmanagement & Einsparpotentiale

  • Analyse und Identifikation von Kostenfressern
  • Reduzierung laufender Kosten
  • Schnelles Realisieren von Einsparpotentialen

Personalmanagement

  • HomeOffice und Mobiles Arbeiten
  • Urlaube & Sonderurlaub
  • Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Digitalisierung & Prozessautomatisierung

  • Digitale Möglichkeiten zur Sicherstellung von Arbeitsplätzen im HomeOffice oder Mobiles Arbeiten
  • Automatisierung zur Kostensenkung

Fördermittelberatung

Marketingberatung

  • Umsatz machen in der Krise
  • Werbemaßnahmen in der Krise
  • Kundenbindung in der Krise
  • Chancen in der Krise erkennen und nutzen

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Öffnungszeiten und Erreichbarkeit der EVENTUS Kanzleien

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