Gewährung des vollen Gewerbesteuerfreibetrags auch bei Wechsel der Steuerschuldnerschaft während des Erhebungszeitraums

Scheidet der vorletzte Gesellschafter aus der Personengesellschaft aus, gibt es zwei Steuerschulder - die Personengesellschaft und der Einzelunternehmer. Foto: M.Schuppich/fotolia.com
Scheidet der vorletzte Gesellschafter aus der Personengesellschaft aus, gibt es zwei Steuerschulder - die Personengesellschaft und der Einzelunternehmer. Foto: M.Schuppich/fotolia.com

Scheidet der vorletzte Gesellschafter während eines Jahrs aus einer Personengesellschaft aus, wird aus der Personengesellschaft ein Einzelunternehmen. Damit liegen für das Jahr des Ausscheidens zwei Steuerschuldner (Personengesellschaft und Einzelunternehmer) vor.

Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofs ist in diesem Fall der Gewerbesteuermessbetrag auf der Grundlage des Gewerbeertrags des gesamten Jahrs unter Berücksichtigung des vollen Freibetrags zu ermitteln und sodann im prozentualen Verhältnis der von den beiden Steuerschuldnern erzielten Gewerbeerträge aufzuteilen.

Hinweis

Das Gericht widerspricht damit der Vorgehensweise der Finanzverwaltung, wonach für jeden der Steuerschuldner eine Steuermessbetragsfestsetzung aufgrund des von ihm erzielten Gewerbeertrags durchgeführt wird und dabei der Freibetrag in Höhe von 24.500 € auf jeden entsprechend der Dauer seiner persönlichen Steuerpflicht aufgeteilt wird.

 (Blitzlicht 09/2018)

Wir nutzen Cookies und Google Webfonts. Mit der weiteren Nutzung unserer Website erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies und Google Webfonts verwenden.
Weitere Informationen Einverstanden